Weltausstellung Reformation: Themenwoche Ökumene

Die Themenwochen der Weltausstellung in Wittenberg lassen konkret und lebendig werden, was die Ideen der Reformation für heute ausmachen – wie Martin Luther eingeübte Selbstverständlichkeiten hinterfragen und fragen, was wirklich wichtig ist. Die Wochen sollen anregen und Ideen zum Weiterdenken und zum Ausleben mit auf den Weg geben. Sie bieten Zeit und kreative Räume – an dem Ort, an dem vor 500 Jahren die Welt verändert wurde. Diese Woche ist das Thema: Ökumene.

Seit der Reformation haben sich Evangelische und Katholiken oft bekämpft. Evangelische und katholische Schulkinder haben sich noch in den 1960er Jahren nach der Schule geprügelt. Um zu heiraten musste früher einer der Partner die Kirche wechseln. Die Christen sagten: „Die andere Kirche ist eine Bedrohung.“  Heute kommt so etwas fast gar nicht mehr vor. Evangelische und Katholiken sagen heute: „Wir sind doch beide Christen! Wieso sollten wir uns bekämpfen? Die anderen sind auch nett.“

Sie haben Ökumene gelernt. Miteinander zu leben und zu arbeiten ist heute normal. Evangelische und Katholiken ergänzen sich. Daraus ergibt sich die Frage: Was verbindet die Christen? Was können die Kirchen voneinander lernen? Wodurch inspirieren uns die Christen? Kurzum: Was können Christen zusammen erreichen?

In der Heilbronner Innenstadt bitten die evangelische und katholische Kirche zu Tisch: An einer langen Tafel treffen die geladenen Redner auf viele neugierige und interessierte Passanten. Schon können die Diskussionen beginnen – wie damals bei Martin Luther. „Alle an einem Tisch“ heißt diese ökumenische Veranstaltung.

Die nächsten Veranstaltungen